Gefährliche Pillen

Arzneimittel aus dem Internet sind oft falsch dosiert oder enthalten gefährliche Substanzen. 

Wer Medikamente bei ausländischen Internetanbietern bestellt, gefährdet seine Gesundheit. Oft handelt es sich um Fälschungen, die gar keine oder nur wenig Wirkstoffe enthalten. In anderen Fällen sind die Wirkstoffe massiv überdosiert. Das BAZG hat den zuständigen Behörden im vergangenen Jahr 9421 Sendungen mit Heilmitteln und 788 Sendungen mit Dopingmitteln angezeigt. Rund 90 Prozent machen Erektionsförderer aus, die meist im Postverkehr von Asien oder Osteuropa in die Schweiz gelangen.

Illegale Sendungen werden vernichtet. Besteht der Verdacht, dass die Medikamente für den Handel eingeführt werden, droht gar ein Strafverfahren. Eine Privatperson darf für sich selbst Medikamente in der Grössenordnung eines Monatsbedarfs einführen. Bei Dopingmitteln gilt eine Nulltoleranz.

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Wer Medikamente auf ausländischen Internetseiten bestellt, gefährdet seine Gesundheit.
Aufdeckungen (Anzahl Sendungen)
  2019 2020 2021
Medikamente und Dopingmittel 9 012 7 486 11 263
davon Swissmedic gemeldete
Medikamentensendungen
7 781 6 733 9 421

Rangliste beschlagnahmter «Medikamente»:

  1. Erektionsförderer (77,3 %)
  2. Andere rezeptpflichtige Medikamente (17,2 %)
  3. Schlaf- und Beruhigungsmittel (5,5 %)
Herkunft der beschlagnahmten Medikamente
Osteuropa 35 %
Asien (ohne Indien) 28 %
Westeuropa 23 %
Indien 12 %
Andere 2 %
https://www.bazg.admin.ch/content/bazg/de/home/das-bazg/figures/gefaehrliche-pillen.html