Medikamente und Dopingmittel
Die Anzahl abgefangener Medikamente und Dopingmittel ist 2025 gestiegen.

Im Jahr 2025 hat das BAZG insgesamt 7 841 Sendungen mit Medikamenten und Dopingmitteln sichergestellt – mehr als im Vorjahr (2024: 6 755). Die abgefangenen Sendungen beinhalteten eine Vielzahl an Präparaten, oft mit nicht deklarierten oder nicht zugelassenen Wirkstoffen, falscher Dosierung und werden häufig ohne Beipackzettel geliefert. Solche Produkte können für die Empfängerinnen und Empfänger ein Gesundheitsrisiko darstellen.
Das BAZG prüft jeweils, ob es sich um zugelassene und konforme Arzneimittel handelt und kontrolliert, ob der für Privatpersonen zulässige Monatsbedarf eingehalten wird. Bei einer verdächtigen Warensendung informiert das BAZG das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic und hält die betreffende Sendung zurück. Bei Dopingmitteln gilt eine Nulltoleranz. 2025 wurden 6 647 Sendungen an Swissmedic gemeldet.
Ein Grossteil der sichergestellten Medikamente entfiel erneut auf erektionsfördernde Mittel (41 %). Im Vergleich zu 2024 haben jedoch andere Kategorien deutlich zugenommen: Mittel gegen Haarausfall waren in 19 % der Sendungen (2024: 4 %) enthalten und Hormone (inkl. Melatonin) in 12 % (2024: 4 %) der Sendungen. Mehr als die Hälfte der sichergestellten Medikamente gelangte über Vertriebsplattformen in West- und Osteuropa in die Schweiz, etwa ein Fünftel aus Indien.
Am häufigsten sichergestellte Medikamente:
- Erektionsförderer (41%)
- Mittel gegen Haarausfall (19 %)
- Hormone (inkl. Melatonin) (12 %)
- Schlaf- und Beruhigungsmittel (8%)
- Nasensprays und Abführmittel (5%)
- Schlankheitsmittel (4 %)
- Antibiotika, Antiparasitika, Antivirale Mittel (3 %)
- Andere (7 %)
Herkunft der beschlagnahmten Medikamente:
- Westeuropa (40 %)
- Indien (20 %)
- Osteuropa (15 %)
- Nordamerika (inkl. Kanada) (10 %)
- Asien (ohne Indien) (9%)
- Andere (6 %)
