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Ein Grenzwachtposten wird zum Museum

Das Schweizerische Zollmuseum in Cantine di Gandria veranschaulicht die Entwicklung des Zolls und der Grenzüberwachung in der Schweiz. Seit seiner Umwandlung vom Grenzwachtposten präsentiert es die traditionellen und modernen Aufgaben der Zollfachleute. Sonderausstellungen beleuchten regelmäßig aktuelle Themen.

Die Idee, in leerstehenden Räumen des Grenzpostens in Cantine di Gandria ein Museum zum Thema Grenze, Zollwesen und Schmuggel aufzubauen, geht auf den Tessiner Grenzoffizier Angelo Gianola zurück. 1935 rief er seine Kollegen zum Sammeln von Gegenständen aus dem Grenzwachtalltag auf. So kamen Objekte zusammen, die die Grenzwachtaufgaben historisch dokumentierten. Schmugglerware, fantasievolle Verstecke und Transportmittel zählten in den ersten Jahrzehnten zu den Hauptattraktionen des Museums. Im Volksmund heisst das Zollmuseum heute noch Schmugglermuseum.

1970 wurde das Museumskonzept überarbeitet und das Gebäude umgebaut. Seither zeigt das Museum neben historischen Objekten zahlreiche Sonderausstellungen und Ausstellungsprojekte. Im Zuge einer umfassenden Renovation im Jahr 2010 erhielt das Museum ausserdem eine zeitgemässe technische Infrastruktur.