Wintersaison 2022/23: Das BAZG-Spitzensportteam performt auf Weltklasseniveau
Das BAZG-Spitzensportteam erreichte in der jüngsten Wintersportsaison Top-Resultate. Dies sowohl in der Schweiz als auch international: In der Biathlon-Gesamtweltcupliste rangieren gleich drei Mitglieder des Team BAZG in den Top 30.

In der vergangenen Saison mochte es der Schweizer Wintersportlandschaft zwar an Schnee gemangelt haben, jedoch keineswegs an sportlichen Highlights. Nicht zuletzt glänzte auch das Team BAZG mit starken Leistungen. Im Inland schafften vier BAZG-Spitzensportler im Biathlon den Sprung in die Top 3.
Auch im Ausland zeigte das Team-BAZG sein Können. So qualifizierten sich fünf der insgesamt acht Teammitglieder für die Weltmeisterschaften in den Disziplinen Biathlon und Langlauf sowie fünf Mitglieder für die Biathlon-Europameisterschaften.
Aita Gasparin während den Biathlon Schweizermeisterschaften in Ulrichen © @nordicfocus «Es war die beste Saison meiner bisherigen Karriere, ich bin überaus zufrieden mit den Ergebnissen», fasst Aita Gasparin die vergangenen Monate zusammen. In der Wintersaison 2022/23 konnte die Biathletin alle Massenstarts laufen und erzielte bei vier Rennen eine Trefferquote von 100 Prozent beim Schiessen. In der Biathlon-Gesamtweltcupliste erreichte sie Platz 24.
Auch in dieser Saison habe die Unterstützung des BAZG zum Erfolg des Teams beigetragen: «Die Dankbarkeit für den Zoll wird jedes Jahr grösser. An den Schweizermeisterschaften wurden wir direkt durch das BAZG betreut, das uns super Material und Skis zur Verfügung gestellt hat.» Als wichtig erachte sie auch die Förderung junger Sportlerinnen und Sportler: «Wie die Leistung meines Teamkollegen Sebastian Stalder zeigt, lassen sich Ausbildung und Spitzensport optimal miteinander vereinbaren. Dies zeigt jungen Athletinnen und Athleten, dass die Ausbildung einer guten Saison nicht im Weg steht.»
Elisa Gasparin schaffte an den Biathlon Weltmeisterschaften den achten Rang in der Staffel © @nordicfocus. Für Elisa Gasparin endete die Saison aufgrund einer Verletzung zwei Wochen früher als erwartet. Die Biathlon Schweizermeisterschaften Ende März begleitete sie deshalb als Trainerin. Auf die jüngste Saison blickt sie mit einem guten Gefühl zurück: «An den Weltmeisterschaften in Oberhof konnte ich zwar nicht meine beste Leistung abrufen. Mein Gesamtziel in den Top 30 der Weltcupliste zu sein, habe ich jedoch mit Platz 26 erreicht.»
Stolz ist Elisa auch auf ihre konstante Leistung während des gesamten Winters und die Performance des BAZG-Teams, wie auch die aller Schweizer Athletinnen und Athleten: «Die grossen Biathlon-Nationen nehmen uns immer mehr als konkurrenzfähig wahr.»
Sebastian Stalder legte für sein Debüt als BAZG-Spitzensportler eine Top-Performance hin © @nordicfocus. Alle Mitglieder des Spitzensportteams sind gleichzeitig für das BAZG an der Grenze im Einsatz. So arbeiten Aita und Elisa Gasparin nach dem Ende der Wintersaison am Flughafen Zürich. Für die Brüder Gion und Sebastian Stalder, die im August 2022 mit der Ausbildung zum Fachspezialisten Zoll und Grenzsicherheit begonnen haben, geht es Ende April mit der Basisausbildung weiter.
Dank einer unterstützenden und zielführenden Zusammenarbeit mit dem Campus Liestal und den Regionalen Ausbildungsteams, lassen sich Sport und Ausbildung trotz Doppelbelastung gut miteinander vereinbaren. «Zwar hatte ich ein paar Trainingsstunden weniger. Doch die Sicherheit, die ich durch das BAZG erhalte, bildet eine wertvolle mentale Entlastung», berichtet Sebastian Stalder.
An den Weltmeisterschaften in Oberhof erreichte Stalder mit 20 Treffern – einer fehlerfreien Schiessleistung – einen hervorragenden siebten Rang. «Auch der fünfte Rang in Östersund war für mich ein weiterer Meilenstein in dieser Saison», sagt Stalder. Weiter belegt er in der Weltcupnachwuchswertung der unter 25-Jährigen den dritten Patz und befindet sich international in den Top fünf der besten Schützen.
Gion Stalder kann ein positives Fazit nach seiner ersten Saison im Spitzensportteam ziehen © @nordicfocus. «Ich blicke sehr positiv auf meine erste Saison als Teil des Spitzensportteams zurück. Es war schön, die Erfolge des ganzen Tams miterleben zu können», sagt Gion Stalder. Sowohl durch Teamchef Christoph Eigenmann als auch durch die Teamkollegen und das BAZG im Generellen habe er viel Rückhalt und Unterstützung erfahren: «Die Saison lief nicht ganz wie geplant für mich, mitunter wegen einer Verletzung im Sommer. Der erhoffte Start in der Weltcupsaison blieb für mich aus.» Am Biathlon IBU Cup schaffte der Biathlet in der Single Mixed Staffel mit dem dritten Rang dennoch den Sprung aufs Podest, worauf der als Highlight dieser Saison zurückblickt. «Eine wertvolle Erfahrung war für mich auch, an den Langlauf-Schweizermeisterschaften gemeinsam mit Erwan Käser am Teamsprint teilzunehmen», fügt er hinzu.
Erwan Käser, der als einziger BAZG-Athlet das Spitzensportteam im Langlauf repräsentiert, erreichte als bester Schweizer Teilnehmer den 31. Rang an den Weltmeisterschaften im slowenischen Planica. An den Langlauf-Schweizermeisterschaften in Silvaplana brillierte er zudem mit dem ersten Rang im Sprint. Lydia Hiernickel sicherte sich bereits in ihrer ersten Saison als Biathletin am Biathlon IBU Cup mit dem dritten Rang im Sprint ebenfalls einen Podestplatz. Vor der letzten Saison trat sie noch als Langläuferin an.
Serafin Wiestner (links) verpasste mit der Mixed Staffel an der EM in Lenzerheide das Podest nur knapp © @nordicfocus. — © Manzoni/NordicFocus Während das Spitzensportteam mit den Stalder-Brüdern Neuzuwachs erlebte, beendete Serafin Wiestner nach 17 Jahren seine Spitzensportkarriere. Mit seinem Teamkollegen Sebastian Stalder erreichte er in seiner letzten Saison den vierten Platz in der Mixed-Staffel an den Europameisterschaften auf der Lenzerheide. Mit seinem Abschluss als Spitzensportler zeigt sich der Biathlet zufrieden: «Physisch war ich deutlich fitter als im vergangenen Jahr und ich konnte die ganze Saison auf einem hohen Niveau laufen. Einzig das Schiessen war eine Achterbahnfahrt.» So blickt er auf die EM in Lenzerheide, die vor heimischem Publikum stattfand, und die WM in Oberhof als grosse Highlights zurück.
Nachdem Wiestner sein Weltcupdebut 2014 in Oberhof gegeben hat, nahm er bis zu seinem Karriereende sieben Mal an Weltmeisterschaften und zweimal an Olympischen Spielen teil. 2018 gelang ihm bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang in der Disziplin Sprint der Sprung in die Top Ten.
Den Weg, den Wiestner damals gewählt hat, würde er auch aus heutiger Sicht wieder genau gleich beschreiten: «Das BAZG bietet als Arbeitgeber eine einmalige Möglichkeit, Spitzensport und die Ausbildung eines interessanten Berufes zu kombinieren. Es kann punktuell fordernd sein, aber es lohnt sich auf jeden Fall, sich durchzubeissen.» Künftig wird Wiestner als Fachspezialist Zoll und Grenzsicherheit beim Zoll St.Gallen / Liechtenstein tätig sein.
Wir bedanken uns bei allen Mitgliedern des Spitzensportteams für ihren Einsatz in der letzten Saison und wünschen eine erfolgreiche Wiederaufnahme von Beruf und Ausbildung.